Was ändert sich im Rahmen des neuen Bauvertragsrechts zum 01.01.2018?

Ingo Ebling

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Baurecht und Architektenrecht
Vertrauensanwalt des Bauherren-Schutzbund e.V.

 

 

Besonders hervorzuheben ist, dass gemäß dem neuen § 650 o BGB von den allermeisten verbraucherschützenden Klauseln des Gesetzes nicht mehr abgewichen werden darf. Zudem enthält das neue Verbraucherrecht erstmals ein Widerrufsrecht auch für den Bauvertrag. Von diesem Recht kann nicht abgewichen werden. Zwingend erforderlich ist hier, dass die Wider­rufsbedingung wirksam erteilt wurde, da ansonsten der Bauvertrag noch ein Jahr und 14 Tage frei widerruflich ist.

 

Von diesem Recht kann auch während der Bauphase und auch nach fertiggestelltem Bau innerhalb der vorgenannten Frist Gebrauch gemacht werden. Auch werden neuerdings sämtliche vorvertragliche Angaben zur Baubeschreibung Bestandteil des Vertrages. Dem Unter­nehmer werden jetzt klare Vorgaben zur Baubeschreibung gemacht und im Zweifel zugunsten des Verbrauchers entschieden.

 

Auch muss der Bauunter­nehmer jetzt einen Fertigstellungstermin nennen oder eine verbindliche Bauzeit angeben. Insgesamt enthält das neue Bauvertragsrecht eine deutliche Verbesserung für Verbraucher, was vor dem Hintergrund der erheblichen Investition durch den Verbraucher auch sinnvoll und begrüßenswert ist.

Zurück