Wie stelle ich sicher, dass eine Kündigung rechtzeitig ankommt?

Susanne Ebling

Rechtsanwältin
Fachanwältin für Steuerrecht

 


Den rechtzeitigen Zugang einer Kündigung muss die kündigende Partei beweisen. Die einzige kostengünstige Möglichkeit ist, einen Boten zu beauftragen, der notfalls als Zeuge aussagen kann, dass er die Kündigung eingeworfen hat. Hierbei ist folgendes zu beachten:

  • Der Bote darf nicht selber am Rechtsstreit beteiligt sein.
  • Der Bote muss beim Eintüten der Kündigung in den Umschlag dabei sein, um bezeugen zu können, dass in dem Briefumschlag tatsächlich die Kündigung steckte.
  • Der Bote steckt dann den Brief in den Briefkasten der anderen Partei.
  • Als Gedächtnisstütze vermerkt der Bote auf einer Kopie des Kündigungsschreibens Ort, Zeitpunkt und Art der Zustellung.
  • Die Kündigung muss zur üblichen Postzeit eingeworfen werden, damit der Zugang noch für diesen Tag gilt.


Anmerkung: Ein Einschreiben mit Rückschein birgt das Risiko, dass die Gegenpartei das Einschreiben gar nicht bei der Post abholt. Ein Einwurfeinschreiben erbringt nicht den Beweis dafür, welches Schreiben eingeworfen wurde.

Zurück